Alleine verreisen ist längst kein Nischenphänomen mehr. Was früher häufig mit Backpackern, jungen Erwachsenen oder Geschäftsreisenden verbunden wurde, hat sich zu einem wichtigen Segment des Tourismus entwickelt. 2026 zeigt sich besonders deutlich: Solo Travel ist im Mainstream angekommen.
Eine aktuelle Auswertung des DERTOUR Reisebarometers liefert dafür eine bemerkenswerte Zahl: Im Winter 2025/26 entfielen 18 Prozent aller ausgewerteten Winterreisen auf Alleinreisende. Damit war fast jede fünfte Reise eine Solo-Reise.
Doch warum reisen immer mehr Menschen alleine? Welche Altersgruppen sind besonders aktiv? Und welche Länder gelten 2026 als besonders sicher für Solo-Reisende?
18 Prozent reisen allein
Die aktuellste Zahl für den deutschen Reisemarkt stammt aus dem DERTOUR Reisebarometer Winter 2025/26.
Von November 2025 bis Ende Februar 2026 waren 18 Prozent der erfassten Winterreisen Solo-Reisen. DERTOUR bezeichnet Alleinreisen deshalb ausdrücklich als etablierten Bestandteil des Reisemarktes.
Die Entwicklung ist bemerkenswert, weil Alleinreisen lange als spezielle Reiseform galten.
Heute sprechen dagegen viele Faktoren dafür:
- mehr individuelle Reiseplanung
- flexible Arbeitsmodelle
- steigende Zahl von Single-Haushalten
- Wunsch nach Unabhängigkeit
- Wellness- und Erholungsreisen
- digitale Vernetzung unterwegs
- Gruppenreisen speziell für Alleinreisende
- zunehmende Akzeptanz verschiedener Lebensmodelle
Allein zu reisen bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, einsam zu sein.
Besonders viele Solo-Reisende sind über 50
Interessant ist die Altersstruktur.
Laut DERTOUR waren im Winter 2025/26 rund zwei Drittel der Alleinreisenden mindestens 50 Jahre alt. Viele nutzten ihre Reise für längere Aufenthalte in wärmeren Regionen. Genannt werden unter anderem Tunesien und Thailand.
Das widerlegt ein verbreitetes Klischee: Solo Travel ist keineswegs nur ein Trend unter 20- oder 30-Jährigen.
Jüngere Reisende haben allerdings ebenfalls eine starke Rolle. Nach Angaben von DERTOUR reisen sie beispielsweise nach Schul- oder Studienabschluss länger allein und wählen dabei auch Fernreiseziele wie Australien oder Indien.
Damit entstehen praktisch zwei unterschiedliche Solo-Travel-Muster:
Jüngere Reisende: längere Individual- und Erlebnisreisen.
Ältere Reisende: komfortable Urlaubs- und Langzeitreisen, häufig in wärmere Regionen.
Warum wird alleine reisen immer beliebter?
Der wichtigste Vorteil einer Solo-Reise ist die Freiheit.
Wer alleine unterwegs ist, muss keine gemeinsamen Urlaubstermine finden, keine Kompromisse bei der Unterkunft eingehen und kann jeden Tag spontan entscheiden.
Das betrifft beispielsweise:
- Aufstehzeit
- Restaurant
- Ausflüge
- Reisedauer
- Tagesprogramm
- Budget
- Unterkunft
- Verkehrsmittel
Eine aktuelle Befragung von Hostelworld mit mehr als 3.300 Solo-Reisenden zeigt ebenfalls, wie wichtig diese Unabhängigkeit ist: 64 Prozent nannten Freiheit und Spontaneität als wichtigsten Vorteil des Alleinreisens.
Solo Travel ist auch wirtschaftlich relevant
Alleinreisen sind inzwischen nicht nur eine interessante Reiseform, sondern ein bedeutender Markt.
Nach einer von Axios zitierten Marktschätzung hatte der globale Solo-Travel-Markt 2025 ein Volumen von etwa 550 Milliarden US-Dollar.
Auch die Suchnachfrage steigt. Google-Suchen nach „solo travel“ erreichten 2026 in den USA einen neuen Höchststand.
Die Zahlen stammen zwar teilweise aus dem internationalen beziehungsweise US-amerikanischen Markt und lassen sich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen. Sie zeigen aber, dass Solo Travel längst ein globaler Tourismus-Trend ist.
Welche Länder sind 2026 besonders sicher?
Bei der Frage nach den sichersten Reisezielen muss man zwischen Friedlichkeit, Kriminalität und konkreter Reisesicherheit unterscheiden.
Der wichtigste internationale Vergleich ist der Global Peace Index (GPI) 2026 des Institute for Economics & Peace. Er bewertet 163 Länder anhand von 23 Indikatoren aus den Bereichen gesellschaftliche Sicherheit, Konflikte und Militarisierung.
Die zehn friedlichsten Länder 2026 sind:
| Rang | Land | GPI-Rang 2026 |
|---|---|---|
| 1 | Island | 1 |
| 2 | Neuseeland | 2 |
| 3 | Schweiz | 3 |
| 4 | Slowenien | 4 |
| 5 | Irland | 5 |
| 6 | Österreich | 6 |
| 7 | Portugal | 7 |
| 8 | Singapur | 8 |
| 9 | Finnland | 9 |
| 10 | Japan | 10 |
Gerade für Solo-Reisende sind diese Länder interessant, weil politische Stabilität, geringe Gewaltbelastung und funktionierende Institutionen wichtige Voraussetzungen für eine unkomplizierte Reise darstellen.
Allerdings gilt: Der Global Peace Index ist kein klassischer Reisewarnungsindex. Er misst Friedlichkeit auf Länderebene und ersetzt keine konkreten Reisehinweise.
1. Island: Das sicherste Land im Friedensranking
Island führt den Global Peace Index 2026 erneut an. Das Land steht damit zum 19. Mal in Folge auf Platz eins.
Für Solo-Reisende bietet Island mehrere Vorteile:
- sehr hohe gesellschaftliche Stabilität
- geringe Gewaltkriminalität
- gute Infrastruktur
- hohe digitale Vernetzung
- vergleichsweise einfache Orientierung
- spektakuläre Natur
Allerdings sollte die Sicherheit nicht mit völliger Risikofreiheit verwechselt werden.
Besonders beim individuellen Roadtrip spielen Wetter, Straßenverhältnisse und abgelegene Landschaften eine wichtige Rolle.
Island ist daher ein gutes Beispiel dafür, dass Naturgefahren bei einer Reise ebenso wichtig sein können wie Kriminalität.
2. Neuseeland: Ideal für längere Solo-Reisen
Neuseeland erreicht im GPI 2026 Platz zwei.
Das Land ist besonders bei jüngeren Solo-Reisenden beliebt, weil es sich gut für längere Rundreisen eignet.
Campervan, Mietwagen, Hostels und organisierte Aktivitäten machen es relativ einfach, auch alleine unterwegs Kontakte zu knüpfen.
Die größten Risiken liegen weniger in Gewaltkriminalität als in den Entfernungen und Naturbedingungen.
Wer wandert oder Outdoor-Aktivitäten plant, sollte deshalb Wettervorhersagen und lokale Warnungen ernst nehmen.
3. Schweiz: Sicherheit trifft Infrastruktur
Die Schweiz steht 2026 auf Platz drei des Global Peace Index.
Für Solo-Reisende ist sie besonders interessant, weil das Land eine Kombination aus:
- hoher Sicherheit
- guter Infrastruktur
- zuverlässigem öffentlichen Verkehr
- guter medizinischer Versorgung
- hoher touristischer Qualität
bietet.
Der Nachteil ist offensichtlich: Die Schweiz gehört zu den teuersten Reiseländern Europas.
Wer alleine reist, muss außerdem bedenken, dass Doppelzimmer häufig nicht automatisch halb so teuer werden, wenn sie von einer Person genutzt werden. Genau hier können Solo-Zuschläge das Reisebudget erhöhen.
4. Slowenien: Ein Geheimtipp für Alleinreisende
Slowenien belegt 2026 Platz vier des Global Peace Index und gehört damit zu den sichersten Ländern der Welt.
Für deutsche Solo-Reisende ist das Land besonders interessant, weil es vergleichsweise schnell erreichbar ist.
Ljubljana, die Julischen Alpen, der Bleder See und die Adriaküste lassen sich gut miteinander kombinieren.
Slowenien eignet sich außerdem hervorragend für Reisende, die Natur und Städte miteinander verbinden möchten.
5. Irland: Sicher und kontaktfreundlich
Irland erreicht Platz fünf im GPI 2026.
Für Solo-Reisende ist das Land besonders interessant, weil soziale Kontakte relativ leicht entstehen können.
Pubs, Hostels, Gruppenwanderungen und Rundreisen bieten zahlreiche Möglichkeiten, andere Reisende kennenzulernen.
Wer alleine reist, kann dadurch einen wichtigen Vorteil genießen:
Man ist alleine unterwegs, muss aber nicht alleine bleiben.
6. Österreich: Besonders praktisch für Deutsche
Österreich belegt 2026 Platz sechs im Global Peace Index.
Für deutsche Solo-Reisende ist das Land zusätzlich attraktiv, weil die Anreise vergleichsweise einfach ist.
Wien eignet sich für einen klassischen Städtetrip, während Salzburg, Tirol, Vorarlberg und die Steiermark vor allem für Natur- und Aktivurlaub interessant sind.
Auch die Sprache reduziert mögliche Kommunikationsbarrieren.
7. Portugal: Einer der beliebtesten Solo-Kandidaten
Portugal landet im GPI 2026 auf Platz sieben.
Lissabon, Porto, Madeira und die Algarve bieten sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse.
Für Alleinreisende ist Portugal besonders attraktiv, weil sich Kultur, Strand und Natur miteinander kombinieren lassen.
Hinzu kommt eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur.
Allerdings sollten Solo-Reisende auch in einem sehr friedlichen Land auf Taschendiebstahl und typische touristische Betrugsmaschen achten.
8. Singapur: Sicherheit in Asien
Singapur steht 2026 auf Platz acht des Global Peace Index.
Die Stadt ist für Solo-Reisende besonders interessant, weil sie:
- kompakt ist
- über ein leistungsfähiges Nahverkehrssystem verfügt
- sehr gut digitalisiert ist
- eine hohe touristische Infrastruktur besitzt
- als ausgesprochen sicher gilt
Dadurch eignet sich Singapur auch für Menschen, die erstmals alleine nach Asien reisen.
9. Finnland: Ruhe statt Massentourismus
Finnland erreicht im GPI 2026 Platz neun.
Das Land ist ideal für Solo-Reisende, die Ruhe, Natur und Outdoor-Erlebnisse suchen.
Helsinki lässt sich relativ unkompliziert alleine erkunden. Außerhalb der Hauptstadt wird die Reise stärker naturorientiert.
Im Winter können allerdings extreme Temperaturen und kurze Tageslichtphasen die Reiseplanung erschweren.
10. Japan: Sicheres Fernreiseziel
Japan schafft 2026 den Sprung in die Top Ten des Global Peace Index und belegt Platz zehn.
Für Solo-Reisende ist Japan besonders interessant, weil öffentliche Verkehrsmittel, Hotellerie und touristische Infrastruktur hervorragend entwickelt sind.
Auch Restaurants und Unterkünfte sind vielfach auf Einzelgäste eingestellt.
Japan bietet damit einen seltenen Mix aus Fernreiseerlebnis und vergleichsweise einfacher Individualreise.
Die sichersten Reiseziele 2026 im Überblick
Für deutsche Solo-Reisende ergibt sich damit eine interessante Auswahl:
| Ziel | GPI 2026 | Besonders geeignet für |
|---|---|---|
| Island | 1 | Natur, Roadtrips |
| Neuseeland | 2 | Backpacking, Langzeitreisen |
| Schweiz | 3 | Städte, Berge, Komfort |
| Slowenien | 4 | Natur, Aktivurlaub |
| Irland | 5 | Rundreisen, Kultur |
| Österreich | 6 | Berge, Wellness, Städtereisen |
| Portugal | 7 | Strand, Städte, Kultur |
| Singapur | 8 | Asien-Einstieg, Städtereise |
| Finnland | 9 | Natur, Ruhe |
| Japan | 10 | Kultur, Städte, Fernreisen |
Aber: „Sicher“ bedeutet nicht „risikofrei“
Das ist einer der wichtigsten Punkte bei der Interpretation von Sicherheitsrankings.
Ein Land kann im Global Peace Index sehr gut abschneiden und trotzdem bestimmte Risiken für Reisende aufweisen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Taschendiebstahl
- Verkehrsunfälle
- Naturkatastrophen
- extreme Wetterbedingungen
- gesundheitliche Risiken
- Betrugsdelikte
- regionale Konflikte
- politische Demonstrationen
Deshalb sollte vor jeder Reise zusätzlich die aktuelle Lage des konkreten Reiseziels geprüft werden.
Besonders bei Solo-Reisen ist das wichtig, weil im Notfall keine vertraute Begleitperson direkt vor Ort ist.
Welche Reiseziele eignen sich besonders für Anfänger?
Wer zum ersten Mal alleine verreist, muss nicht gleich nach Japan, Neuseeland oder Island fliegen.
Ein guter Einstieg kann innerhalb Europas liegen.
Besonders geeignet sind Länder mit:
- guter Infrastruktur
- kurzen Anreisewegen
- zuverlässigem öffentlichen Verkehr
- niedriger Gewaltkriminalität
- guter medizinischer Versorgung
- touristischer Infrastruktur
- einfacher Kommunikation
Dazu gehören beispielsweise Österreich, Portugal, Slowenien und die Schweiz.
Für deutsche Reisende hat Europa außerdem einen praktischen Vorteil: Die Anreise ist vergleichsweise unkompliziert und viele Länder sind innerhalb weniger Stunden erreichbar.
Städtereise oder Rundreise?
Für Anfänger ist eine Städtereise häufig leichter als eine mehrwöchige Rundreise.
Ein dreitägiger Aufenthalt in Wien, Lissabon oder Helsinki lässt sich relativ einfach organisieren.
Eine mehrwöchige Reise durch Neuseeland oder Island erfordert dagegen mehr Planung.
Wer alleine reist, sollte deshalb die Komplexität der Reise an die eigene Erfahrung anpassen.
Erste Solo-Reise: wenige Tage, einfache Infrastruktur.
Erfahrene Solo-Reise: längere Rundreise, abgelegene Regionen oder Fernreise.
Warum Gruppenangebote für Alleinreisende boomen
Solo Travel bedeutet nicht zwingend Individualreise.
Viele Veranstalter bieten inzwischen Reisen speziell für Menschen an, die alleine buchen, aber mit einer Gruppe unterwegs sein möchten.
Das löst ein zentrales Problem:
Man reist ohne Partner oder Freunde, hat aber trotzdem eine soziale Struktur.
Besonders beliebt sind:
- Rundreisen
- Wanderreisen
- Kreuzfahrten
- Wellnessreisen
- Aktivurlaub
- Sprachreisen
- Kulturreisen
Der Markt reagiert damit auf die wachsende Zahl von Menschen, die unabhängig reisen möchten, aber gleichzeitig Wert auf Gemeinschaft legen.
Solo Travel und Kosten: Der große Nachteil
Alleinreisen haben allerdings auch eine finanzielle Schattenseite.
Ein Doppelzimmer kostet nicht automatisch 50 Prozent weniger, wenn nur eine Person darin schläft.
Hinzu kommen:
- Einzelzimmerzuschläge
- volle Mietwagenkosten
- Taxi- und Transferkosten für eine Person
- höhere Kosten für private Ausflüge
- eventuell höhere Kosten bei Ferienwohnungen
Deshalb sind Reiseziele mit guter Infrastruktur und vielen Hostels oder Einzelzimmerangeboten besonders attraktiv.
Japan, Portugal oder Österreich können beispielsweise bei entsprechender Reiseplanung gut funktionieren, während klassische Familienresorts mit Doppelzimmerpreisen für Solo-Reisende weniger attraktiv sein können.
Wie sicher ist eine Solo-Reise tatsächlich?
Eine allgemeingültige Prozentzahl für das Risiko einer Solo-Reise gibt es nicht.
Die Sicherheit hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
Land: politische und gesellschaftliche Stabilität.
Region: Sicherheitslage kann innerhalb eines Landes stark variieren.
Tageszeit: bestimmte Gegenden sind nachts problematischer.
Verkehr: Straßenverkehr kann ein größeres Risiko darstellen als Kriminalität.
Aktivität: Wandern, Tauchen oder Skifahren bringen andere Risiken mit sich.
Reiseart: organisierte Gruppenreise oder individueller Roadtrip.
Persönliche Vorbereitung: Notfallnummern, Versicherung, Dokumente und Kommunikation.
Das erklärt auch, warum ein Land im Sicherheitsranking sehr weit oben stehen kann und trotzdem nicht für jede Art von Solo-Urlaub gleichermaßen geeignet ist.
Die wichtigsten Sicherheitsregeln für Alleinreisende
Wer alleine unterwegs ist, sollte einige einfache Regeln beachten:
- Unterkunft und erste Übernachtung vorab buchen.
- Reisedokumente digital und offline sichern.
- Eine Vertrauensperson über die Reiseroute informieren.
- Lokale Notrufnummern kennen.
- Bei Wanderungen oder Roadtrips die Route mitteilen.
- Nachts unbekannte Gegenden vermeiden.
- Wertsachen nicht offen präsentieren.
- Nur offizielle Taxi- und Transportangebote nutzen.
- Reise- und Auslandskrankenversicherung prüfen.
- Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise vor Abreise kontrollieren.
Gerade Punkt zehn ist entscheidend: Rankings können sich nur langsam verändern, während sich eine konkrete Sicherheitslage innerhalb weniger Tage ändern kann.
Der Solo-Travel-Boom 2026 in Zahlen
Die wichtigsten Daten auf einen Blick:
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Anteil Solo-Reisen bei DERTOUR Winter 2025/26 | 18 % |
| Anteil Alleinreisende ab 50 bei DERTOUR | rund 67 % |
| Wichtigster Vorteil laut Hostelworld-Befragung | 64 % nennen Freiheit/Spontaneität |
| Globaler Solo-Travel-Markt 2025 | ca. 550 Mrd. US-Dollar |
| Länder im Global Peace Index 2026 | 163 |
| Friedlichstes Land 2026 | Island |
| Platz Deutschlands im GPI 2026 | 20 |
Die Werte stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und sind deshalb nicht direkt miteinander vergleichbar. Die 18 Prozent beziehen sich beispielsweise auf das DERTOUR-Reisebarometer Winter 2025/26 und nicht auf sämtliche Reisen aller Deutschen.
Deutschland selbst liegt im Global Peace Index 2026 auf Platz 20 und gehört damit ebenfalls zu den vergleichsweise friedlichen Ländern.
Fazit: Alleine reisen ist 2026 endgültig im Mainstream angekommen
Der Solo-Travel-Boom lässt sich inzwischen auch mit konkreten Zahlen belegen. 18 Prozent der im DERTOUR Reisebarometer ausgewerteten Winterreisen 2025/26 wurden alleine unternommen. Damit ist fast jeder fünfte Winterurlaub eine Solo-Reise.
Besonders überraschend ist die Altersstruktur: Rund zwei Drittel der Alleinreisenden waren mindestens 50 Jahre alt. Gleichzeitig nutzen jüngere Menschen Solo-Reisen zunehmend für längere Fern- und Erlebnisreisen.
Bei der Auswahl eines sicheren Reiseziels liegen 2026 Island, Neuseeland, Schweiz, Slowenien und Irland im Global Peace Index an der Spitze. Österreich und Portugal gehören ebenfalls zu den zehn friedlichsten Ländern weltweit.
Für deutsche Solo-Reisende sind insbesondere Österreich, Portugal, Slowenien und die Schweiz interessante Ziele für einen unkomplizierten Einstieg. Wer eine Fernreise plant, findet mit Japan und Neuseeland zwei sehr sichere und infrastrukturell gut erschlossene Optionen.
Die wichtigste Erkenntnis lautet jedoch: Das sicherste Reiseziel ist nicht automatisch das beste Reiseziel für jeden Alleinreisenden. Entscheidend sind auch Reiseerfahrung, Aktivitäten, Jahreszeit, persönliche Bedürfnisse und die aktuelle Lage vor Ort.
Quellen und weiterführende Informationen
- DERTOUR Reisebarometer Winter 2025/26: Solo Travel
- Global Peace Index 2026 – Institute for Economics & Peace
- Global Peace Index 2026 – vollständiger Bericht
- Vision of Humanity: Die zehn friedlichsten Länder 2026
- Forbes: Die zehn sichersten Länder laut Global Peace Index 2026
- HelloSafe: Safety Index 2026
