Malta, das kleine Inselarchipel im Mittelmeer, ist ein wahres Juwel für Reisende, die Geschichte, Kultur, Natur und mediterrane Lebensart erleben möchten. Mit seiner strategischen Lage, einer faszinierenden Geschichte und atemberaubenden Landschaften bietet Malta für jeden etwas. In diesem Beitrag gebe ich einen Einblick, wie eine Woche auf den maltesischen Inseln verlaufen könnte.
Tag 1: Ankunft und Erkundung von Valletta
Nach der Ankunft auf Malta, vielleicht am internationalen Flughafen von Luqa, sollte der erste Tag der Erkundung der Hauptstadt Valletta gewidmet werden. Valletta, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist eine Stadt voller Geschichte und beeindruckender Architektur. Die Altstadt ist kompakt und gut zu Fuß zu erkunden. Ein Besuch der St. John’s Co-Cathedral mit ihren prachtvollen Fresken und dem berühmten Gemälde von Caravaggio ist ein Muss. Außerdem sollte man durch die Gassen schlendern, die mit charmanten Cafés, Restaurants und Geschäften gesäumt sind.
Am Abend bietet sich ein entspannter Spaziergang entlang der Stadtmauern an, von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Hafen und die Nachbarinsel Senglea hat. Den Tag kann man mit einem traditionellen maltesischen Abendessen in einem der lokalen Restaurants ausklingen lassen.
Tag 2: Die Drei Städte und die Insel Gozo
Am zweiten Tag lohnt es sich, die „Drei Städte“ zu besuchen – Vittoriosa, Cospicua und Senglea. Diese historischen Städte liegen gegenüber von Valletta und sind berühmt für ihre mittelalterliche Architektur und malerischen Gassen. In Vittoriosa befindet sich das Malta Maritime Museum, das einen tieferen Einblick in die maritime Geschichte des Landes gibt.
Nachmittags oder am nächsten Tag kann ein Ausflug auf die benachbarte Insel Gozo geplant werden. Gozo ist ruhiger und grüner als Malta und bietet fantastische Sehenswürdigkeiten wie die Azure Window Ruins (die leider eingestürzt sind, aber dennoch eine historische Bedeutung haben), die beeindruckende Ta‘ Pinu Sanctuary und malerische Küstenstraßen. Eine Wanderung oder ein Ausflug mit dem Boot rund um Gozo ist besonders empfehlenswert.
Tag 3: Mdina und Rabat – Eine Reise in die Vergangenheit
Der dritte Tag steht ganz im Zeichen von Mdina, der alten Hauptstadt Maltas, die als „Stadt der Stille“ bekannt ist. Mdina ist von einer beeindruckenden Stadtmauer umgeben und bietet eine Mischung aus mittelalterlicher und barocker Architektur. Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Stadt fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit.
Nicht weit entfernt liegt Rabat, wo sich das St. Paul’s Catacombs befinden. Diese antiken unterirdischen Begräbnisstätten bieten faszinierende Einblicke in die frühchristliche Geschichte der Insel.
Tag 4: Comino und die Blaue Lagune
An Tag vier kann man einen Ausflug zur kleinen Insel Comino unternehmen, die bekannt für ihre Blaue Lagune ist. Das kristallklare Wasser und die beeindruckenden Felsen machen sie zu einem Paradies für Schnorchler und Taucher. Auch wer einfach nur entspannen möchte, wird die Ruhe und Schönheit der Insel genießen.
Es gibt regelmäßig Bootstouren von Malta und Gozo nach Comino, und es ist der perfekte Ort, um in das azurblaue Wasser zu springen oder sich am Strand zu sonnen.
Tag 5: Strand und Natur auf Malta
Malta hat viele wunderschöne Strände, die ideal für einen entspannten Tag in der Sonne sind. Der Golden Bay-Strand im Westen der Insel ist einer der bekanntesten und bietet goldenes Sandstrand, klares Wasser und verschiedene Wassersportmöglichkeiten. Alternativ kann man auch den Ramla Bay auf Gozo oder den Mellieha Bay auf Malta besuchen.
Wer eher die Natur und Wanderungen bevorzugt, kann die Dingli Cliffs im Süden Maltas besuchen. Diese spektakulären Klippen bieten eine herrliche Aussicht auf das Meer und sind ideal für einen erfrischenden Spaziergang.
Tag 6: Der Süden von Malta – Marsaxlokk und die Blaue Grotte
Der südliche Teil Maltas ist perfekt für einen entspannten Tag abseits der Touristenmassen. Marsaxlokk, ein malerisches Fischerdorf, ist bekannt für seinen bunten Wochenmarkt und die traditionellen Fischerboote, die sogenannten „Luzzu“. Hier kann man frischen Fisch genießen und das malerische Ambiente auf sich wirken lassen.
Ein weiteres Highlight in dieser Region ist die Blaue Grotte, eine beeindruckende Meereshöhle, die sich an der Südküste von Malta befindet. Bootsfahrten zur Grotte sind ein unvergessliches Erlebnis und bieten wunderschöne Ausblicke.
Tag 7: Abschied von Malta und letzter Blick auf die Insel
Der letzte Tag der Reise ist ideal, um noch einmal das zu erleben, was man bisher vielleicht verpasst hat, oder einfach in einem Café am Hafen zu entspannen und die letzten Stunden auf Malta zu genießen. Eine letzte Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen oder sich von der Insel zu verabschieden, ist ein Besuch in Sliema oder St. Julian’s, beides beliebte Gebiete mit vielen Geschäften, Restaurants und Bars.
Fazit: Eine Woche auf Malta
Eine Woche in Malta ist eine perfekte Mischung aus Kultur, Natur, Geschichte und Entspannung. Die Insel bietet eine Vielzahl an Erlebnissen, von antiken Ruinen und mittelalterlichen Städten bis hin zu atemberaubenden Stränden und idyllischen Landschaften. Egal, ob du ein Geschichtsinteressierter, ein Strandliebhaber oder ein Abenteurer bist – Malta hat für jeden etwas zu bieten. Und vor allem: Die Gastfreundschaft der Malteser und das mediterrane Klima machen den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis.