Schon lange hatte ich davon geträumt, einmal mit Mantarochen zu schnorcheln. Diese majestätischen „Riesen der Meere“ übten auf mich eine besondere Faszination aus – ihre Flügelspannweite von mehreren Metern, ihre elegante Bewegung im Wasser und ihre sanfte Ausstrahlung. Auf den Malediven sollte mein Traum endlich wahr werden.
Die Aufregung vor dem ersten Sprung
Es war früh am Morgen, das Meer lag spiegelglatt vor uns, als wir mit dem Boot Richtung Manta Point fuhren. Schon beim Anlegen der Flossen klopfte mein Herz schneller – ein Mix aus Vorfreude und Nervosität. Würde ich wirklich gleich mit Mantarochen schwimmen?
Das erste Auftauchen der Giganten
Kaum glitt ich ins Wasser, sah ich unter mir die ersten Schatten. Riesige, dunkle Silhouetten, die sich mit einer unglaublichen Leichtigkeit bewegten. Und dann tauchte er direkt vor mir auf: ein Manta, sicher vier Meter breit, der fast schwerelos durchs Wasser glitt.
Ich hielt den Atem an – nicht aus Angst, sondern vor Staunen. Der Manta drehte eine elegante Rolle, als wollte er mir zeigen: „Schau her, so frei bewege ich mich.“
Ein magischer Tanz unter Wasser
Wir waren nur Gäste in ihrer Welt. Die Mantarochen kamen immer wieder dicht an uns heran, ohne Scheu, als hätten sie uns längst akzeptiert. Während sie ihre Bahnen zogen, um Plankton zu filtern, wirkte es, als würden sie einen tänzerischen Reigen aufführen – langsam, majestätisch, fast hypnotisch.
Das Gefühl danach
Zurück im Boot war ich überwältigt. Dieses Erlebnis war so viel intensiver, als ich es mir vorgestellt hatte. Es war nicht nur ein Ausflug zum Schnorcheln – es war eine Begegnung mit einem der friedlichsten und gleichzeitig beeindruckendsten Wesen des Ozeans.
Noch heute, wenn ich die Augen schließe, sehe ich die Mantas vor mir: wie sie ihre Flügel ausbreiten und lautlos durchs Wasser schweben. Es war mein erster Schnorchelausflug mit Mantarochen – und definitiv nicht der letzte.